Sebastien Rosseler gewinnt 50. „Brabanter Pfeil“

Die 50. Ausgabe des flämischen Radklassikers „Brabantse Pijl – Brabanter Pfeil“ über 200,5 km gewann Sebastien Rosseler vor dem jungen Nachwuchsfahrer Thomas De Gendt und Jurgen Van de Walle. Drei Belgier auf dem Treppchen!

Der Kurs war neu geordnet worden und war dieses Jahr schwieriger als in den Jahren davor. Fast überall hatten es die Radprofis mit schwierigen Anstiegen, den so genannten „hellingen“ zu tun.

Lange Zeit führte eine Dreiergruppe aus belgischen Fahrern - Thomas De Gendt (Topsport Vlaanderen), Jurgen Van de Walle (Quick Step) und Sebastien Rosseler (Radio Shack) - mit zeitweise über 5 Minuten Vorsprung das Rennen an.

Ihnen folgte in der Schlussphase eine weitere Ausreißergruppe von vier Fahrern, darunter Philippe Gilbert.

Dahinter brauste eine größere Gruppe um den Spanier Oscar Freire aus dem Peloton heraus in Richtung Verfolgung und so wurde die Schlussphase so richtig spannend. Aber, das belgische Trio an der Spitze konnte nicht mehr eingeholt werden.

De Gendt, Van de Walle und Rosseler (Foto) lieferten sich in den letzten beiden Kilometern einen Psychokrimi. Nachdem sie 157 Rennkilometer gemeinsam gemeistert hatten, wich der Gruppengeist dem Siegeswillen.

Gegenseitiges Belauern war jetzt angesagt und der Wallone Sebastien Rosseler aus Stoumont in der Provinz Lüttich hatte die stärksten Nerven. Der Radio Shack-Fahrer entschied den Sprint knapp für sich.

Der Deutsche Paul Martens (Rabobank) kam vor Philippe Gilbert (Omega Pharma-Lotto) noch auf Platz 4, denn er gewann den Sprint der ersten Verfolger.

Saisonabschluss in Flandern

Der „Brabantse Pijl“ mit Start in Löwen und Ziel in Overijse bildete den Abschluss der Reihe der flämischen Frühjahrsklassiker, zu denen unter anderem der „E3-Preis Harelbeke“, die Drei Tage von De Panne und die Flandernrundfahrt gehören.

Am kommenden Sonntag findet in Niederländisch-Südlimburg in der Gegend um Maastricht das „Amstel Gold Race“ statt, bevor die wallonischen Frühjahrsklassiker mit der „Fleche Wallonne“ und „Lüttich-Bastogne-Lüttich“ als Höhepunkt beginnen.

Belgien und die Grenzregionen bleiben also noch einige Tage lang das Epizentrum des internationalen Radsports.