300 Leute ohne Visum schlafen auf Zaventem

Rund 300 Menschen ohne gültiges Visum haben im Transitbereich des Brüsseler Flughafens Zaventem übernachten müssen, darunter auch mehrere Kinder. Sie sitzen dort aufgrund der Aschewolke aus Island, die den Flugverkehr beeinträchtigt, fest.

Am Donnerstag wurde der belgische Luftraum gesperrt. Die Aschewolke, die nach dem Vulkanausbruch auf Island jetzt auch  Belgien erreicht hat, sorgte und sorgt noch immer für massive Behinderungen imLuftverkehr.

Brussels Airport in Zaventem musste über 200 Flüge streichen. Dies hatte für tausende Passagiere folgen (Foto).

Viele Reisende fanden eine Unterkunft in Hotels in und um Brüssel. Die Fluggesellschaft Brussels Airlines hat einige der Passagiere sogar in Hotels in Antwerpen unterbringen müssen, weil die Hotels unweit des Flughafens alle schon besetzt waren.

Rund 300 Passagiere mussten die Nacht wegen abgesagter Flüge in der Transitzone des Flughafens von Zaventem verbringen. Sie hatten kein gültiges Visum für Belgien. An die 20 unter ihnen machten Gebrauch von den Feldbetten, die aufgestellt waren.

Die Kosten für die Schließung bezifferte der Flughafenbetreiber auf mehrere Millionen Euro.

Die Reiseveranstalter hatten Menschen, die am heutigen Freitag hätten abfliegen sollen, gebeten, nicht zum Flughafen zu kommen. Diese Aufforderung wurde gut befolgt. Sobald der Luftraum wieder frei gegeben ist, wollen die Reiseveranstalter und Fluggesellschaften zusätzliche Flüge einsetzen, um alle Passagiere zu ihren Bestimmungsorten zu bringen.

Der Luftraum über Brüssel bleibt bis mindestens Samstagmorgen 10 Uhr gesperrt. Das hat Staatssekretär Etienne Schouppe am Freitagmittag bekannt gegeben.