Advocaat: "Gewaltiges Angebot Russlands"

Der Niederländer Dick Advocaat ist nach nur sechs Monaten als Trainer der belgischen Fußball-Nationalmannschaft zurückgetreten. Das ließ der belgische Fußball-Verband KBVB am Donnerstag in Brüssel wissen.

Obwohl Advocaat noch nicht unterschrieben hat, steht es so gut wie fest, dass Advocaat die Nachfolge seines Landsmannes Guus Hiddink in Moskau antreten wird. Er will Trainer der russischen Nationalmannschaft werden.

Der 62-Jährige gilt im Land Putins als Halbgott, denn er hatte als Trainer Zenit St. Petersburg 2008 zum Gewinn des UEFA-Pokals geführt.

"Ich kann bei der Nummer vier von Europa arbeiten. Außerdem kann ich mit Spielern arbeiten, die ich noch aus meiner Zeit bei Zenit kenne."

"Ich bin 62 und habe mir das gut überlegt. Ich brauche nicht darum herum reden, es ist viel Geld damit verbunden. Das Angebot Russlands ist gewaltig", so Advocaat.

Advocaat ist auch die Probleme in Belgien leid. "Ich würde meinen Job hier nicht so einfach an den Naqgel hängen, wären in den vergangenen Monaten nicht so viele Dinge vorgefallen. Ich will hier nicht über die Details reden."

"Die Menschen vom Verband und den Medien können das selbst machen."
 

Scharfe Reaktionen

Die Reaktionen in den Zeitungen sind spitz. Von Vertragsbruch Dick Advocaats ist die Rede, von einem "schamlosen kleinen zwielichtigen Menschen" und über sechs verlorene Monate wird geschrieben.

Angekomen sei er als Retter des belgischen Fußballs und weggegangen wie ein Dieb in der Nacht.