66.000 Reisende vom Flugverbot betroffen

Die Verlängerung des Flugverbots über Belgien bis Samstagabend 20 Uhr betrifft rund 66.000 Passagiere, die entweder von einem belgischen Flughafen hätten starten oder landen müssen.

Aufgrund der Verlängerung des Flugverbots mussten am Samstag über 260 Flüge auf den Flughäfen von Zaventem, Charleroi und Lüttich storniert werden.

Brüsseler Flughafen:

* Über 200 geplante Abflüge mit 24.000 Passagieren wurden storniert
* 25.000 Passagiere hätten am Samstag hier landen sollen
* Rund 50 Menschen übernachteten auf dem Flughafen. Sie wurden vom Roten Kreuz versorgt
* Rund 300 Passagiere, die am Freitag in der Transitzone festsaßen, wurden in Hotels untergebracht

Charleroi:

*110 Abflüge und Ankünfte für Samstag wurden abgesagt

* 16.500 Passagiere konnten nicht abfliegen oder landen

* Ein Dutzend Menschen übernachtete auf dem Flughafen

Lüttich:

* 3 Geplante Abflüge und 5 Ankünfte wurden storniert

* Zwischen 900 und 1.000 Passagiere sind betroffen

* Niemand musste auf dem Flughafen übernachten  

Zehntausende Belgier im Ausland blockiert

Aufgrund des Flugverbots über Belgien und großen Teilen Europas können natürlich auch keine geplanten Flüge aus dem Ausland hier landen.

Dadurch sind zehntausende Belgier im Ausland blockiert.

Schon allein bei den Reiseveranstaltern liegen die Zahlen der im Ausland blockierten Belgier bei 20.000. Jetair hat 8.700 belgische Kunden im Ausland festsitzen, Thomas Cook 11.400. 6.200 Kunden konnten nicht aus Belgien abfliegen.

Brussels Airlines lässt wissen, dass natürlich auch viele Belgier mit gewöhnlichem Linienflug nun im Ausland festsitzen und dass die genannte Zahl der Reiseveranstalter folglich um ein Vielfaches multipliziert werden müsse.

Brussels Airlines setzt noch am Samstagabend 18 Busse in verschiedenen europäischen Städten ein und auch die Reiseveranstalter suchen nach Bussen und Fahrern. In der Türkei erhalten die Belgier die Möglichkeit, einen Flug nach Spanien zu nehmen, um von dort aus weiterzufahren.

Das Außenministerium hat noch kein Krisenzentrum eröffnet, erwägt aber am Sonntag einen Callcenter einzurichten.