Nur Aschewolke fliegt, Reise nun mit Bussen

Fast nichts fliegt mehr am Himmel, außer der Aschewolke aus Island. Die Reiseveranstalter Jetair und Thomas Cook haben deshalb zusammen über 30 Busse eingesetzt, um 2.200 Kunden aus Spanien zurück nach Belgien zu bringen.

Am Samstag sind bereits 4 Busse von Belgien aus in Richtung Spanien abgefahren. In Spanien selbst werden noch 30 weitere Busse vor Ort angemietet, um fest sitzende Reisende nach Belgien zurück zu bringen.

Die ersten 750 Reisende kommen im Laufe des Sonntagnachmittags in unserem Land an.

Jetair will rund 1.500 Belgier nach Hause holen.

Es handelt sich sowohl um Reisende, die in Spanien festsitzen, als auch um solche, die aus Ägypten, Kreta und Rhodos nach Spanien geflogen wurden. Von dort aus werden sie mit Bussen nach Belgien gebracht.

Auch Thomas Cook holt seine Kunden am Sonntag aus Spanien nach Hause. 

Die Busse sind am Sonntagmorgen zwischen 8 und 10 Uhr an der Costa Brava und Costa del Sol abgefahren. Insgesamt sollen an die 700 Kunden von Thomas Cook mit dem Bus von Spanien nach Belgien reisen. Die ersten Thomas Cook-Kunden werden gegen 15 / 16 Uhr in unserem Land erwartet. Zwischen 20 und 24 Uhr müssten weitere Landsmänner folgen.

Thomas Cook hat insgesamt 11.400 Passagiere im Ausland festsitzen. Wird das Flugverbot am Sonntag nicht aufgehoben, kommen noch weitere 7.000 Kunden hinzu. Bei Jetair sitzen rund 8.000 Kunden im Ausland fest.

Reiseveranstalter mobilisieren extra Kräfte

Bei den Reiseveranstaltern Thomas Cook und Jetair ist Hochbetrieb. So hat Jetair an diesem Wochenende rund 200 zusätzliche Mitarbeiter eingesetzt, darunter etwa 80 im Callcenter von Jetair. Auch Thomas Cook hat zusätzliche Mitarbeiter für die Callcenter eingesetzt.

"Wir haben alle Kräfte mobilisieren müssen", so der Pressesprecher Hans Vanhaelemeersch von Jetair.

Inzwischen halten beide Reiseveranstalter mehrere Flugmaschinen plus Bemannung bereit, um im Falle einer Aufhebung des Flugverbots Reisende wieder per Flug zu befördern.

Der Flugplan werde jedes Mal der neuen Deadline angepasst und erfahre zur Zeit seine achte Abänderung, teilt Jetair in einem Pressebericht mit.

Auswärtiges Amt schickt Gestrandete zu Botschaften

Das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten rät Belgiern, die wegen des Flugverbots im Ausland gestrandet sind und Hilfe brauchen, die jeweiligen Botschaften oder Konsulate aufzusuchen.

"Die Botschaften mit permanentem Wochenendservice werden sich um die Probleme kümmern", sagte der Pressesprecher Bart Ouvry am Sonntag. Er betonte, dass den Leuten nicht von Brüssel aus geholfen werden könne und dass deshalb auch kein Call-Center eingerichtet werde.

"Wir suchen Lösungen vor Ort. Wir können zwar keine Heimreise organisieren, aber wir können die Kontake erleichtern, die hierfür nötig sind."

Hilferufe zur Unterstützung kamen vor allem aus Thailand und den USA. "Hunderte Belgier sind dort blockiert."