Opel Antwerpen - Sozialplan vorgestellt

Am Montag wurde den Arbeitern am belgischen Opel-Montagewerk in Antwerpen ein Sozialplan vorgelegt. Auffallend dabei ist, dass die Gewerkschaften, die den Plan mit der Direktion des Werks ausgehandelt hatten, diesen nicht verteidigen wollen.

Der Grund dafür liegt fast auf der Hand: Der Vorschlag entspricht nicht dem, was die Gewerkschaften ursprünglich umsetzen wollten. Er liegt sogar unter dem Sozialplan, der 2007 bei der letzten Betriebsreform des Standorts herausgeholt werden konnte.

Der jetzt vorliegende Sozialplan sieht zwar Prämien für ein vorzeitiges und freiwilliges Verlassen des Unternehmens und Vorruhestandsregelungen vor, allerdings liegen die dafür vorgesehenen Zahlungen unter den vor drei Jahren ausgehandelten Prämien.

Die Gewerkschaften wollten deutlich mehr, doch der Haushalt von Opel-Mutterkonzern General Motors bietet nicht viel Spielraum.

Zudem wurde der Plan im Eiltempo ausgearbeitet, denn derzeit ist bei Opel schnelles Handeln angesagt.

Der Druck ist groß

Im Prinzip steht noch immer die angedrohte Schließung des Standorts Antwerpen für den 30. Juni 2010 im Raum. Sollte der Betrieb bis Ende des Jahres aufrechterhalten werden oder sollte vor September ein neuer Investor gefunden werden, muss der Plan stehen.

Im Laufe der Woche soll die Belegschaft in Antwerpen über den vorliegenden Sozialplan abstimmen. Der Sozialplan für die Angestellten bei Opel in Antwerpen ist noch nicht rund, soll aber bald ebenfalls vorliegen.