Rote Zahlen bei der belgischen Bahn

Die belgische Bahn muss sparen, denn sie hat einen enormen Schuldenberg aufgehäuft, wie aus einem Bericht zur Finanzlage der NMBS/SNCB vorab hervorgeht. Ende des Monats legt die Bahn ihre Jahresbilanz vor.

Im vergangenen Jahr soll die belgische Bahngesellschaft NMBS/SNCB mehr als 300 Millionen € weniger eingenommen haben, als vorgesehen. Sowohl der Reiseverkehr, als auch der Güterbereich ließen im vergangenen Jahr Federn.

Hinzu kam noch, dass die Kosten der Bahn höher lagen, als eingeplant. So vielen die Lohn- und Gehaltskosten höher aus und der Energieverbrauch, vor allem Elektrizität, schlägt zu Buche. Bis 2012 soll die Bahngruppe zwischen 120 und 140 Millionen € einsparen, um einen Konkurs abwenden zu können, wie die flämische Tageszeitung De Morgen in ihrer Montagsausgabe meldet.

Für zusätzliche Kosten sorgten zum einen der Brand im Eurotunnel zwischen Frankreich und England, durch den wochenlang der Verkehr der Eurostar-Züge schwer beeinträchtigt war. Auch die wesentlich zu späte Inbetriebnahme der Hochgeschwindigkeitstrecke zwischen Brüssel und Amsterdam auf niederländischer Seite, die zu erheblichen Mindereinnahmen im Bereich der Thalys- und IC-Züge von und nach Holland führte, kostete die Bahn viel Geld.