Der Flugverkehr kommt wieder in Gang

Brussels National Airport gleicht am Mittwoch seit langem wieder einem echten Flughafen mit landenden und startenden Maschinen. Vor allem bis jetzt in Afrika gestrandete Reisende können jetzt zurückkehren.

Brussels Airlines setzt für zusätzliche Flüge von und nach Afrika auch geliehene Airbusse der belgischen Armee ein. Am frühen Mittwochmorgen landete in Zaventem ein erster Armee-Airbus mit belgischen Fluggästen von Brussels Airlines, die seit Ende vergangener Woche in Dakar, der Hauptstadt des Senegal auf ihre Heimreise warteten.

Dieser Flug hatte allerdings für eine Verstimmung zwischen der Airline und Bundesverteidigungsminister Pieter De Crem (CD&V) gesorgt. Letzterer hatte einige belgische Journalisten dazu eingeladen, mit nach Dakar zu fliegen, um dort nach Storys von gestrandeten Landsleuten zu suchen. Brussels Airlines hätte die entsprechenden Flugsessel lieber an Kunden weitergegeben.

Touroperator Thomas Cook will noch nicht nach Belgien fliegen. Der Reiseveranstalter fliegt seine belgischen Kunden vorerst zu Flughäfen in Spanien, um sie von dort aus mit Bussen in die Heimat zu bringen.

Die Luft ist rein

Im Laufe des Mittwochs erklärte Belgiens Staatsskretär für Verkehr und Mobilität, Etienne Schouppe (CD&V), dass es vorläufig über Belgien zu keinerlei Einschränkungen im Flugverkehr komme. Der Luftraum sei nicht länger durch Vulkanasche beeinträchtigt.

Asche im Triebwerk

Am Flughafen von Oostende landete eine Cargomaschine aus Richtung Maastricht. Nach der Landung fanden Experten in den  Triebwerken Rückstände von Vulkanasche.

Allerdings sorgte dies nicht für Probleme während des Fluges. Trotzdem wurden die Triebwerke beschädigt. Das Flugzeug bleibt für weitere technische Untersuchungen am Boden.

Belgien ist von der internationalen Flugsicherungsbehörde als "graue Zone" im Bereich der Vulkanaschewolke aus Island gekennzeichnet. Der kurze Flug von Maastricht nach Oostende belegt, dass diese Kennzeichnung wohl nicht die schlechteste ist.