Adam G wieder Polen überlassen

Der Mörder von Joe Van Holsbeeck, Adam G., wurde nach Polen gebracht. Er muss dort seine restliche Strafe absitzen. Das geht aus einer Mitteilung des Justizministers Stefaan De Clerck hervor.

Am 23. September 2008 wurde Adam G. von einem Brüsseler Schwurgericht zu 20 Jahren Haft verurteilt.

Adam G. wurde im April 2006 in Polen verhaftet. Er hatte Joe Van Holsbeeck am 12. April desselben Jahres im Brüsseler Hauptbahnhof wegen eines Mp3-Spielers niedergestochen.

Auf Antrag der Brüsseler Staatsanwaltschaft wurde G. auf der Grundlage eines europäischen Haftbefehls an Belgien ausgeliefert.

Das Justizministerium beruft sich auf einen europäischen Rahmenbeschluss von 2002, der es Belgien möglich macht, Leute wie Adam G. nach ihrer Verurteilung in ihr Heimatland zurückzusenden.

Dort können sie den Rest ihrer Strafe aussitzen. Adam G. hatte seine Rückkehr angefochten, weil diese laut seines Anwalts von der Zustimmung seines Mandanten abhängen müsse. Das Brüsseler Berufungsgericht wies Adam G.s Gesuch jedoch zurück. G. hätte hiergegen in Berufung gehen können, tat dies aber nicht.

Nach Beratungen mit den zuständigen Justizbeamten hat Justizminister Stefaan De Clerck beschlossen, Adam G. wieder Polen zu überstellen.