Danneels bestreitet eine Vertuschung

Der frühere belgische Kardinal von Brüssel und Mechelen, Godfried Danneels, ist dem Vorwurf entgegengetreten, er habe den jahrelangen Missbrauch eines Jungen durch den vergangene Wochen zurückgetretenen Bischof von Brügge, Roger Vangheluwe, vertuscht.

Der Kardinal äußerte sich am frühen Samstagabend in einer eilig zusammengerufenen Pressekonferenz in Brüssel zur Aussage des früheren katholischen Priesters Rik Devillé, der erklärte, er habe den Kardinal in den 1990er Jahren über den Missbrauch eines Kindes durch Bischof Vangheluwe informiert.

"Ich kann mich an ein derartiges Gespräch nicht erinnern", sagte Danneels am Samstag und führt weiter an "Und ich wäre erstaunt, wenn ich eine solche Nachricht nicht beachtet oder vergessen hätte." Er habe niemals den Versuch unternommen, über den Kindesmissbrauch durch Bischof Vangheluwe den "Mantel des Schweigens zu breiten", so Danneels weiter.

Vangheluwe (Foto), der dienstälteste belgische Bischof, hatte am Freitag gestanden, dass er vor und nach seiner Berufung als Bischof 1985 einen Jungen aus seinem direkten Umfeld sexuell missbraucht habe. Papst Benedikt XVI. nahm das Rücktrittsgesuch im Vatikan ohne Zaudern an. Der zurückgetretene Bischof von Brügge war der erste Bischof, der seine Tat gestand und der seinen Rücktritt auch damit begründete.

Godfried Danneels sieht sich als naives Opfer seiner eigenen  Gutmütigkeit. "Das tut weh.", sagte er am Rande der Pressekonferenz.

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