Am Freitag Generalstreik bei Carrefour

Die Gewerkschaften haben einen Generalstreik bei Carrefour anberaumt. 117 Warenhäuser der belgischen Filiale der Gruppe sind davon betroffen. Die Arbeitnehmer fordern damit eine für sie bessere Abwicklung bei der Schließung oder einer eventuellen Übernahme von Teilen des belgischen Ablegers des Konzerns.

Bekanntlich will Carrefour in Belgien dutzende Märkte schließen oder an andere Unternehmen verkaufen oder verpachten. Für jene Märkte der französischen Gruppe, die eventuell offen bleiben, soll über Einsparungen verhandelt werden.

Doch dies stößt nicht auf Zustimmung der Gewerkschaften. Sie fordern von der Konzernleitung bessere Bedingungen für Vorruheständler und höhere Abfindungen für Mitarbeiter, die das Unternehmen auf freiwilliger Basis verlassen. Die Geschäftsführung will aber vor Verhandlungen zu einem Sozialplan erst noch über jährliche Einsparungen in Höhe von 33 Millionen € reden.

Den Streikaufruf der Gewerkschaften folgen landesweit die Belegschaften von 117 Carrefour-Märkten. Der Streik findet am Freitag statt, ausgerechnet am Vortag des langen Wochenendes zum 1. Mai. Das Management des Konzerns zeigt kein Verständnis für die geplante Arbeitsniederlegung.

Kostspieliger Streik und Umsatzeinbußen

Am Mittwochnachmittag bat das Management der Warenhauskette die Gewerkschaften eindringlich nicht zu streiken.

Ein Streik am Freitag würde dem Unternehmen Umsätze in Höhe 20 Millionen € kosten. Seit Bekanntwerden der Schließungspläne bei Carrefour Anfang April hat die Gruppe schon einen Umwatsverlust von 15 % hinnehmen müssen, da die Kundschaft die Warenhäuser verärgert mehr und mehr links liegen lässt.