Viel ungetane Arbeit bleibt jetzt liegen

Die Rentendiskussion, das Krisenmanagement, die Justizreform, der Börsengang der Post und viele andere Dossiers liegen seit dem Rücktritt der belgischen Bundesregierung auf Eis und sorgen für zerknirschte Gesichter bei denen, die davon abhängen.

Arbeitgeber, Gewerkschaften, Juristen und Politologen machen sich Sorgen über den sozio-ökonomischen und politischen Zustand des Landes durch den Rücktritt der Regierung und den damit verbundenen Neuwahlen, die wohl für Anfang Juni ins Haus stehen.

Die ersten Notrufe waren schon kurz nach dem Rücktritt der Regierung zu hören.

Die Feuerwehrleute bangen um ihre so wichtige Reform der Statuten und das Postmanagement muss um den schnellen Börsengang ihres halbstaatlichen Unternehmens bangen.

Politologen warnen vor Problemen bei der geplanten Verlängerung der staatlichen Maßnahmen gegen die Wirtschaftskrise und hoffen, dass die Wahlen von Politikern gewonnen werden, die die bisher geleistete Arbeit ihrer Amtsvorgänger weiterführen.

Das hofft auch Energiegigant Electrabel, der jetzt bange abwartet, was mit der geplanten Verlängerung der Laufzeit der belgischen Kernkraftwerke geschieht.

Würden nach den Wahlen die Grünen in einer Koalition sitzen, stünde der Ausstieg aus der Atomenergie wohl wieder auf der Tagesordnung…

Nun, da Neuwahlen wohl unabwendbar sind, werden diese Themen auf die lange Bang geschoben und müssen bis nach dem kommenden Sommer warten. Vorher wird es wohl nicht zu einer handlungsfähigen belgischen Bundesregierung kommen.