Gemälde von James Ensor weg

"La sirène" ein Gemälde des bedeutendsten Malers der belgischen Moderne, James Ensor, ist verschwunden. Die Brüsseler Staatsanwaltschaft geht von einem Diebstahl aus und hat Ermittlungen eingeleitet. Das schreibt die Zeitung La Dernière Heure.

Das Werk "La sirène", das auch "Porträt der sitzenden Augusta Boogaerts" genannt wird, ist ein Ölgemälde von 44 auf 34 Zentimeter. Letztes Jahr konnten es sich die Besucher noch im MoMa in New York und im Musée d'Orsay in Paris ansehen.

Der Staatsanwaltschaft zufolge sei der Diebstahl endeckt worden, als im Rahmen einer Erbschaft ein Banksafe in Brüssel geöffnet wurde. Die Polizei weiß nicht, wann das Werk gestohlen wurde.

Das Werk, das Ensor 1930 malte, steht inzwischen auf der Website von Interpol und der Website Stolen Art. Es kann also unmöglich auf dem internationalen Kunstmarkt verkauft werden.

Augusta Boogaerts (1870-1951) war eine der besten Freundinnen von James Ensor. Sie reiste als Gouvernante um die Welt.

Der Maler ist vor allem als der „Maler der Masken“ bekannt. Vor 150 Jahren wurde Ensor geboren. Das wird in Belgien gefeiert, zum Beispiel mit der Ausstellung "Die sieben Todsünden", die im September im Ensorhaus in Ostende eröffnet wird.