32 Prozent der Teenager ist gestresst

Einer von drei Kindern zwischen 10 und 14 Jahren leidet unter Stress und Angst. Das geht aus einer Studie von Doktor Luc Swinnen hervor. Rund 1.400 Kinder in Flandern wurden untersucht. Der Bericht steht in der Zeitung Gazet van Antwerpen.

"Kinder werden dabei oft vergessen, obwohl gerade die Kinder häufig unter Stress leiden", sagt Swinnen. 32 Prozent der Teenager leidet unter Stress. Dieser Anteil ist höher als bei Erwachsenen. Der Anteil gestresster Erwachsener beträgt 28 Prozent.

Swinnen führt dies auf zwei Ursachen zurück. "Kinder nehmen häufig das Verhalten von anderen und vor allem das ihrer Eltern als Vorbild. Wenn die Eltern gestresst nach Hause kommen, überträgt sich dieser Stress auch auf die Kinder. Außerdem wird heutzutage viel von den Kindern erwartet. Einige müssen schon mit drei Jahren in die Turnstunde oder in die Ballettschule gehen."

Swinnen zufolge äußere sich der Stress auf verschiedenen Stufen. Ein leichter Stress wird von selbst abgebaut. Lang anhaltender Stress kann Verhaltensstörungen und Schulversäumnisse verursachen.

"Das Problem ist vor allem, dass es keine adäquate Hilfe gibt, weil das Stressproblem als solches nicht erkannt wird."

Aus der Studie geht auch hervor, dass Mädchen anfälliger für Stress sind als Jungen. Kinder von Alleinerziehenden sind offenbar auch gestresster als Kinder aus Familien, die aus zwei Elternteilen bestehen. Swinnen plant, seine Studie auf 10.000 Jugendliche auszubreiten und will einen Teil von ihnen in den nächsten zehn Jahren beobachten.