Belgiens Bischöfe besuchen den Papst

Diese Woche sind die belgischen Bischöfe gemeinsam auf Visite bei Papst Benedikt XVI in Rom. Traditionell reisen die Bischöfe alle fünf Jahre in den Vatikan, um dort vom Zustand in ihren kirchlichen Provinzen zu berichten. Dieses Jahr kommt wohl auch der sexuelle Missbrauch durch den Bischof von Brügge auf die Tagesordnung.

Ad Limina Apostolorum, so nennt sich der alle fünf Jahre stattfindende Arbeitsbesuch der höchsten belgischen Kirchenvertreter im Vatikan.

Die Bischöfe aus den acht belgischen Bistümern berichten dabei über die Vorkommnisse in ihren Einzugsbereichen.

Eines der zu besprechenden Themen wird dabei auch der Rücktritt von Roger Vangheluwe sein, der Bischof von Brügge, der jahrelang einen Jungen aus seinem direkten Umfeld sexuell missbraucht hatte.

Der Besuch der belgischen Kirchenfürsten im Vatikan war schon länger geplant und ist nicht auf die Diskussionen über sexuelle Fehltritte von Geistlichen zurückzuführen, wie Eric De Beukelaer (Foto), der Sprecher der belgischen Bischofskonferenz angab.

Thema Vangheluwe

Gemeinsam mit Papst Benedikt XVI werden die Bischöfe in aller Ruhe besprechen, wie im Fall des zurückgetretenen Bischofs von Brügge, Roger Vangheluwe (Foto), weiter verfahren wird.

"Mit seinem Rücktritt ist bereits ein Signal gegeben worden. Weitere Sanktionen fallen unter die Befugnis des Papstes. Es ist besser, dass dies die Kongregation in Rom vornimmt und nicht die Bischöfe, sie seit Jahrzehnten mit ihm zusammengearbeitet haben.", so Sprecher De Beukelaer.