Wird Oostende zur Heroin-Drehscheibe?

Am vergangenen Freitag wurden in Oostende zwei Wohnungen aufgedeckt, in denen größere Mengen an Heroin an Franzosen verkauft wurden. Polizei und Justiz gehen davon aus, dass das Seebad Oostende für Händler und Süchtige aus Frankreich "sicherer" ist, als die Niederlande.

Die flämische Tageszeitung De Morgen berichtet in ihrer Mittwochsausgabe auf Seite 1 von den Razzien gegen Heroinhandel in zwei Häusern am Stadtrand von Oostende.

Dabei wurden zwei Drogenhändler nordafrikanischer Abstammung, sechs Kilo Heroin und mehrere tausend Euro beschlagnahmt.

Die Dealer hatten die Drogen zuvor in den Niederlande gekauft, um sie unauffällig in Oostende an Süchtige aus Frankreich weiterzugeben.

Die französischen Dealer wollen offenbar Risiken in den Niederlanden entgehen, wo Fahrzeuge mit Kennzeichen aus Frankreich mehr und mehr auffallen und öfter kontrolliert werden.

Oostende scheint da unauffälliger zu sein, denn hier gehören französische Autos zum Straßenbild, denn das mondäne Seebad ist Naherholungsziel von Nordfranzosen und junge Leute aus der nahegelegenen Grenzregion gehen hier gerne aus.

Polizei und Justiz wollen jetzt versuchen, den beginnenden Handel mit harten Drogen von Franzosen in Oostende im Keim zu ersticken. Dem neuen Trend wollen sie auffällige Polizeiaktionen und Razzien entgegensetzen.