Leterme: "Belgien muss keine Angst haben"

Belgien laufe nicht Gefahr in den Sog der finanziellen Probleme Griechenlands gezogen zu werden. Das sagt der scheidende Premierminister Yves Leterme. Falls dennoch Maßnahmen nötig wären, könnte die geschäftsführende Regierung diese ergreifen.

Die belgische Regierung habe vorausschauend gearbeitet, betonte Leterme.

"Wir haben ein Antikrisengesetz", sagte er im VRT-Radio. "Die Regierung kann auch jetzt kurzfristig handeln."

Belgien brauche echt keine Angst zu haben, dass es schwere wirtschaftliche Probleme bekommt, versicherte Leterme.

"Die Situation in Belgien ist, was das betrifft, ganz anders als in Ländern wie Portugal, Italien und Griechenland."

Leterme erklärte zum Beispiel, dass unser Land kaum Schulden im Ausland hat. Er betonte allerdings auch, dass "wir in der gesamten Eurozone aufpassen müssen. Die Ampeln stehen auf orange."

Die Schuldenkrise in Griechenland und anderen Ländern in der Euro-Zone sei laut Yves Leterme einer der Gründe, warum er bei den nächsten Wahlen keine Wahlkampagne führen wolle.

"Ich habe das für mich entschieden. Ich arbeite weiter am Regierungssitz und werde die Lage zusammen mit meinen Kollegen gut beobachten und handhaben", so Leterme noch.