Van Rompuy: "Langfristig mehr nötig"

EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy (Foto) findet, dass Europa mit dem Rettungsplan von 750 Milliarden Euro gut reagiert habe. Um den Euro jedoch langfristig zu retten, brauche es mehr und müssten alle Mitgliedstaaten eine gesunde Haushaltspolitik führen.

Herman Van Rompuy nennt den Rettungsschirm von 750 Milliarden Euro, um Ländern der Eurozone, die Probleme haben, zu helfen, eine gute Initiative. "Trotzdem müssen wir gründlich arbeiten, um langfristig Stabilität zu garantieren", so der EU-Ratspräsident.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso (Foto) sagte, dass jeder Versuch, die Stabilität des Euro zu gefährden, scheitern werde. "Das heutige Abkommen zeigt, dass Europa hinter seinen Mitgliedsländern steht, die in Not geraten sind."

Auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel verteidigte das Rettungspaket. "Wir schützen das Geld der Menschen in Deutschland", so die Kanzlerin in der Presseagentur AP. Sie fügte außerdem hinzu, dass dazu die Probleme an der Wurzel angepackt werden müssten. Dabei habe die "Haushaltskonsolidierung eine außerordentliche Bedeutung".

Guy Verhofstadt, der Fraktionschef der Liberalen im EU-Parlament, nennt den Entschluss "einen ersten Schritt zur Rückkehr in die Gemeinschaftsmethode, die schon seit 60 Jahren zum Erfolg der Union führt."

Der scheidende belgische Premierminister Yves Leterme stellte fest, dass die EU in den letzten drei Tagen durchaus schnell reagiert habe, aber dass in den vier Monaten davor ganz schön gebummelt worden sei.