Flugzeugabsturz: 2 Belgier unter Opfern

Bei dem Flugzeugabsturz am Mittwochmorgen in Tripoli sind auch mindestens zwei Belgier umgekommen. Das bestätigte das Brüsseler Außenministerium in der Nacht zum Donnerstag. Es handelt sich um einen Mann und eine Frau.

Die Identität des männlichen Opfers wurde nicht freigegeben. Seine Familie wurde informiert. Die umgekommene Frau wohnte schon seit  Jahren in den Niederlanden, hat aber die belgische Staatsbürgerschaft. Das Außenministerium schließt vorerst nicht aus, dass bei dem Absturz noch mehr Belgier umgekommen sind.

Ein in Johannesburg gestarteter Airbus A330 der libyschen Fluggesellschaft Al Afriquiyah war am Mittwochmorgen im Landeanflug auf den Flughafen von Tripolis aufgeschlagen und zerschellt.

Von den 104 Insassen überlebte nur ein neunjähriger Junge aus den Niederlanden, der nach Angaben der libyschen Behörden Robin heißt. Er hat mit schweren Knochenbrüchen an den Beinen überlebt. Zur Ursache des Unglücks gibt es bislang keine gesicherten Angaben.

Unter den Opfern waren nach bisherigen Erkenntnissen mindestens 70 Niederländer, 13 Libyer sowie Passagiere aus Deutschland, Südafrika, Finnland, Simbabwe, Großbritannien,
Frankreich, Belgien und den Philippinen.
 

Experten-Team

Nach dem schweren Flugzeugunglück in Libyen hat die niederländische Regierung ein Experten-Team zur Identifizierung der Opfer nach Tripolis geschickt. Das Team besteht aus Vertretern des Niederländischen Forensischen Instituts sowie des nationalen Sicherheitsrats.

Auch Stunden nach dem Unglück war die Absturzursache noch unklar. Einen Terroranschlag schlossen die libyschen Behörden aber aus. Ein Augenzeuge will gesehen haben, wie kurz vor dem Aufprall Flammen aus einem Triebwerk schlugen.

Die Maschine war in Südafrika gestartet und sollte in der libyschen Hauptstadt landen. Viele der Passagiere wollten von Johannesburg via Libyen nach London, Brüssel, Düsseldorf oder Paris fliegen.

Am Brüsseler Flughafen in Zaventem werden vier Familienangehörige von niederländischen Opfern von einem Krisenteam betreut. Sie warteten dort auf die Ankunft ihrer Angehörigen.