ÖSHZ Antwerpen klagt gegen Fedasil

Der eklatante Mangel an Auffangplätzen für neu in Belgien ankommende Flüchtlinge und Asylsucher sorgt weiter für Schlagzeilen. Das Öffentliche Sozialhilfezentrum der Stadt Antwerpen verklagte jetzt die staatliche Ausländerbehörde Fedasil wegen entstandener Hotelkosten, da in den Auffangzentren kein Platz mehr war.

Antwerpen klagt rund 12.000 € bei Fedasil ein. Diese Summe entstand, nach dem das Sozialhilfezentrum Hotelzimmer hatte anmieten müssen, um zwei Flüchtlingsfamilien, die in Belgien ankamen und von Fedasil nach Antwerpen geschickt wurden, unterbringen zu können.

Zu diesem Zeitpunkt waren die Auffangzentren der Scheldemetropole Antwerpen bereits überfüllt und so mussten die Sozialhelfer einige Hotelzimmer anmieten, um den Familien ein Dach über dem Kopf bieten zu können. Bis eine andere Lösung gefunden werden konnte, belief sich die entsprechende Hotelrechnung auf rund 12.000 €.

Doch diese Summe weigert sich die Asylbehörde zu begleichen. Fedasil wirft dem Antwerpener ÖSHZ vor, in diesem Falle eigenmächtig gehandelt zu haben. Demnach müsste das Sozialhilfezentrum selber für die entstandenen Kosten aufkommen. Dies will des ÖSHZ so nicht hinnehmen und verklagte Fedasil.