Wohnungen für illegales Pokerspiel gemietet

bereits am Montag eine Wohnung in Asse in der Provinz Flämisch-Brabant und überraschten 11 Personen, die ein illegales Pokerturnier organisiert hatten. Die Verdächtigen wurden verhört und die Spielsumme, die bei etwa 15.000 € lag, wurde beschlagnahmt.

Die belgische Glückspielkommission stellt in der letzten Zeit fest, dass vor allem Pokerspielen immer populärer wird. Hohe Summen werden dabei eingesetzt und verspielt und stets mehr solcher Turniere werden illegal veranstaltet.

Dabei zeigt sich in Belgien ein neuer Trend. Um in Ruhe illegal Poker spielen zu können, werden Wohnungen und Appartements angemietet, in denen eigentlich niemand wirklich lebt. Hier werden oft wöchentlich gleich mehrere Turniere veranstaltet, bei denen reichlich Geld fließt.

Dieser Trend ist nur einer von vielen neuen Wegen, die die Zocker suchen, um sich ihrer Spielsucht hinzugeben, wie Marc Callu von der belgischen Glückspielkommission sagt:

"Monatlich intervenieren wir mittlerweile in illegalen Spielhöllen. Das kann in Sälen hinter Cafés sein oder aber bei Spielern zu Hause. Das dazu jetzt auch schon Wohnungen gemietet werden, ist ein neues Phänomen. Hier in Asse war ein Appartement vollständig als Spielsaal eingerichtet.“

Einige der in Asse überraschten Zocker waren übrigens nach Polizeiangaben Personen, die wegen ihrer Spielsucht behördlich bekannt waren und denen mittlerweile der Zugang zu Casinos, wo legal gepokert werden darf, verweigert wird.