Doping: Landis belastet Johan Bruyneel

Floyd Landis hat im amerikanischen Internetportal „ESPN.com“ gestanden, die längste Zeit seiner Karriere verbotene Doping-Produkte genommen zu haben. Damit bringt er auch seinen belgischen Teamchef Johan Bruyneel in große Bedrängnis.

Landis gab zu, auch bei seinem Tour-de-France-Sieg von 2006 Doping genommen zu haben. Der Sieg wurde ihm aufgrund eines positiven Testeron-Tests aberkannt.

Mit seinem Doping-Geständnis hat der ehemalige Radsportler den krisengeschüttelten Radsport in eine neue Glaubwürdigkeitskrise gestürzt und Superstar Lance Armstrong schwer belastet. Landis gab zu, während seiner Karriere unter anderem auf EPO, Testosteron, Wachtumshormone und Blut-Transfusionen zurückgegriffen zu haben.

Er brachte mit detaillierten Schilderungen über die geheime Lagerung von Blut-Konserven in seinem Ex-Team US Postal seine früherenMannschaftskollegen Armstrong und George Hincapie sowie den belgischen Teamchef Johan Bruyneel (Foto) in große Bedrängnis.

Zudem bezichtigte er Levi Leipheimer und Dave Zabriskie des EPO-Dopings. Hincapie wies die Anschuldigungen bereits zurück. Der siebenmalige Tour-de-France-Gewinner Armstrong, der Doping stets bestritten hat, wollte sich mit Bruyneel vor der fünften Etappe der kalifornien-Rundfahrt äußern.

Bruyneel soll Landis damals unter anderem Blut-Doping und den Gebrauch von Wachstumshormonen erklärt haben. Mit Armstrong habe er über die Notwendigkeit von Blut-Transfusionen gesprochen, wurde Landis im „Wall Street Journal“ zitiert.