Doch kein Streik am Samstag bei Carrefour

Die Gewerkschaften der Supermarktkette Carrefour haben ihre landesweite Streikansage für Samstag zurückgezogen. Direktion und Gewerkschaften haben die ganze Nacht mit zwei Sozialschlichtern zusammengesessen. Die Beratungen hätten Fortschritte gemacht, hieß es nach der Sitzung.

Ende Februar hatte Carrefour eine groß angelegte Umstrukturierung in Belgien angekündigt. Viele Niederlassungen müssen schließen. Knapp 1.700 Arbeitsplätze sind bedroht.

Die Beratungen zwischen Gewerkschaften und der Direktion über einen Sozialplan gestalten sich extrem schwierig.

Am Mittwoch hatten die Gewerkschaften einen landesweiten Streik von Carrefour angekündigt, weil die Beratugen in eine Sackgasse geraten waren. Daraufhin wurden zwei Sozialschlichter eingeschaltet.

Seit Donnerstag 10 Uhr hielten Gewerkschaften und Direktion eine Marathonsitzung bis in den frühen Freitagmorgen zusammen mit den Schlichtern ab.

Nach Angaben der beiden Sozialschlichter wurden bei den Gesprächen wichtige Fortschritte erzielt, zum Beispiel im Streit um den Erhalt der Arbeitsplätze, den Verkauf von Supermärkten an die Mesdagh-Gruppe und bei den Frühpensionen.

"Für nicht zu vernachlässigende Punkte liegt jedoch noch keine Lösung auf dem Tisch", hieß es weiter.

Noch könne also nicht von einem Vorabkommen gesprochen  werden. Beim nächsten Treffen kommenden Mittwoch könnte nach der Einschätzung der Schlichter jedoch ein Abkommen erzielt werden.