Ethias muss 38% abstoßen

Innerhalb von drei Jahren muss der belgische Versicherer Ethias rund 38 Prozent der Gruppe abstoßen. Das hat die EU-Kommssion entschieden.

Während der Finanzkrise von 2008 hatte Ethias insgesamt 1,5 Milliarden Euro Staatssubventionen von der belgischen, der flämischen und der wallonischen Regierung erhalten.

Dem hatte die Generaldirektion für Wettbewerb der EU-Kommission zustimmen müssen.

Die Kommission genehmigt die Gelder, stellt aber strenge Bedingungen. So muss Ethias die einzelnen Lebensversicherungen abstoßen. Darunter sind auch die beliebten First-Konten.

Auch Filialen wie die Ethias-Bank, die Versicherungsgesellschaft Nateus und der luxemburgische Rückversicherer BelRé müssen die Ethias-Gruppe verlassen. Insgesamt geht es um einen Abbau von 38 Prozent.

Außerdem soll auch der Anteil von Ethias beim belgisch-französischen Bankenversicherer Dexia abgebaut werden. Hierzu gibt es aber noch keine genauen Zahlen, unter anderem weil Dexia ein börsennotiertes Unternehmen ist.

Ethias war einer der Bezugsaktionäre von Dexia und hält jetzt nur noch 5,04 Prozent des Kapitals an der Gruppe.