"Grüne Kredite" sind ein voller Erfolg

Die so genannten "Grünen Kredite" zur Finanzierung von energiesparenden Investitionen in Privathäusern sind seit Einführung im August 2009 ein voller Erfolg. Schon rund 18.000 belgische Haushalte profitierten von dieser staatlichen Maasnahme.

Bernard Clerfayt (MR), Belgiens Staatssekretär für steuerliche Belange in der Umweltpolitik, brachte diese Zahlen zufrieden an die Öffentlichkeit. Doch nach Angaben des flämischen Umweltbundes "Bond Beter Leefmilieu“ ist dies nur ein positiver Anfang.

Häuser und Wohnungen in Belgien sind eher schlecht isoliert. Unser Land steht in dieser Frage europaweit als ein schwacher Schüler da. Für die Umweltschützer muss Belgien hier noch einen weiten Weg zurücklegen.

Die "Grünen Kredite“ sind allerdings ein sehr guter Schritt in die richtige Richtung. Seit Einführung dieser steuerlich vorteilhaften Regelung im August des vergangenen Jahres wurden bereits rund 18.000 solcher Kredite vergeben. Die Maßnahme läuft noch bis Ende 2011, soll aber laut Staatssekretär Clerfayt verlängert werden. 

Dies ist auch ausdrücklich ein Wunsch des Baufachs. Hier erwies sich diese Maßnahme sogar als eine Art Konjunkturprogramm, denn trotz Krise wurden hier interessante Aufträge eingeholt. Das Baufach fordert eine Verlängerung dieser Maßnahme bis mindestens 2010.

Doch dies kann erst die nächste belgische Bundesregierung beschließen. Am 13. Juni sind in Belgien Neuwahlen.
 

"Grüne Kredite"

Wer zum Beispiel Solarzellen auf seinem Dach anbringen will, der kann einen solchen Kredit bei seiner Bank ebenso beantragen, wie jemand, der sein Haus isolieren möchte oder jemand, der eine umweltschonende Heizung einbauen will.

Der belgische Staat finanziert einen Teil dieser Investitionen mit und übernimmt 1,5 % der Zinsen. Ein Haushalt, der für seinen energiefreundlichen Umbau einen Kredit mit 5 % Zinsen beantragt, der zahlt letztendlich davon nur 3,5 % Zinsen an die Bank zurück.