"Flandern, das ist eine Schokoladensorte"

Ministerpräsident Kris Peeters (CD&V) eröffnete am Montagmorgen den Flanderntag bei der Weltausstellung in Shanghai. Mit ihm begaben sich 150 flämische Geschäftsleute in die chinesische Megametropole.

Ziel dieser hochrangigen flämischen Politik- und Wirtschaftsdelegation ist der Versuch, das belgische Bundesland Flandern in China auf die Landkarte zu bringen.

"Fragen sie einen chinesischen Besucher im belgischen Pavillon auf der Weltausstellung was Flandern für ihn bedeutet und sie erhalten die verrücktesten Antworten“, stellt VRT-Asienkorrespondent Tom Van de Weghe fest: "Flandern ist für Chinesen oft nicht mehr als ein Diamant oder eine Schokoladenart.“

Außer durch hunderte gelbe Luftballons ist Flandern bisher auf der Weltausstellung in Shanghai kaum bemerkbar. Dies soll sich durch den Flanderntag am Stand von Belgien ändern.

Flandern ist sich dessen bewusst, dass es nicht einfach ist, das Bundesland in China und unter dem Schirm des belgischen Pavillons zu präsentieren, doch es gilt hier, die richtigen Trümpfe aus dem Ärmel zu zaubern.

Das weiß auch Ministerpräsident Kris Peeters (Foto): "Ich glaube, dass wir die richtigen Trümpfe ausspielen müssen und dass wir die richtigen Akzente zu legen haben.“ Dabei geht es dem flämischen Christdemokraten bei weitem nicht nur um Diamanten, die in Antwerpen veredelt oder geschliffen wurden oder um unsere tolle Schokolade und Bierbrauereien: "Wir müssen auch unsere technologischen Fähigkeiten hervorheben.“

Kris Peeters will mit seiner 150köpfigen Handelsmission eine Woche lang entlang Chinas Ostküste Flandern für Investitionen aus dem chinesischen Riesenreich interessant machen. Gleichzeitig will er auch flämische Unternehmen dabei anspornen, mit China geschäftlich in Verbindung zu treten.