"Strukturelle Probleme der VRT bleiben"

Der öffentlich-rechtliche Sender VRT steht vor großen Einsparungen. Das ist bekannt, aber jetzt sagt Intendant Piet Van Roe, dass das nicht genug sei. Van Roe spricht von nachhaltigen strukturellen Problemen.

Es ist beinahe Juni und deshalb erhält auch die VRT ihren Jahresbericht von 2009.

Die VRT hat ihre Ziele erreicht, sogar mit Auszeichnung, heißt es dort.

"Trotz der schwierigen Zeit, die wir durchgemacht haben, sind die Ergebnisse weiterhin gut. Die Erreichbarkeit ist gut, die Qualität ist gut und finanziell schneiden wir besser ab als vereinbart“, so Piet Van Roe.

Für das Jahr 2010 und ganz bestimmt für das Jahr 2011 heißt es jedoch bei der VRT ernsthaft sparen. Das ist auf den Rückgang eigener Einkünfte zurückzuführen und auf eine Senkung der Gelder unseres Brötchengebers, der flämischen Regierung.

2011 soll die VRT schließlich 65 Millionen Euro zusätzlich kürzer treten.

"Dafür gibt es einen Sanierungsplan. Der wurde zunächst vom Verwaltungsrat begutachtet. Jetzt wird darüber mit den Gewerkschaften verhandelt und Ende Juni muss er endgültig sein. Darin sind jede Menge Maßnahmen vorgesehen, unter anderem Personalkürzungen, allerdings auf freiwilliger Basis, aber auch Einsparungen bei den Programmen."

Van Roe betont, dass es weniger Sendungen geben werde, aber dass die Qualität nicht darunter leiden werde.

Selbst nach den Einsparungen werden die finanziellen Probleme nicht vom Tisch sein, so Van Roe: "Das strukturelle Problem bleibt. Unsere Einkünfte halten nicht Schritt mit der Zunahme unserer Lohnkosten, die ungefähr die Hälfte unserer Kosten ausmachen. Dafür muss die flämische Regierung nun eine Lösung finden."