Kaum Belgier aus dem Ausland gehen wählen

Die Zahl der Belgier, die im Ausland wohnen und am 13. Juni an den Parlamentswahlen teilnehmen, ist im Vergleich zu den letzten Wahlen im Jahr 2007 stark gesunken. Die Auslandsbelgier konnten sich bis zum 17. Mai für die Wahlen anmelden.

Der Grund für den Rückgang ist die kurze Anmeldefrist zu den diesjährigen Wahlen. Ein Rückgang der Wähler im Ausland war also abzusehen.

So werden am 13. Juni auch nur 42.489 Belgier abstimmen, die im Ausland leben. An den letzten Wahlen im Jahr 2007 hatten sich noch 120.000 Auslandsbelgier beteiligt.

Die diplomatischen Vertretungen im Ausland hatten die Anträge der im Ausland lebenden Belgier bis spätestens letzten Sonntag abwickeln müssen. Da die Wahlen so kurzfristig angesetzt wurden, fehlte es also an Zeit, um mehr Menschen für die Wahl zu mobilisieren. Normalerweise müssen sich die Belgier, die im Ausland leben vier Monate vor der Wahl in die Wählerlisten eintragen.

Das war dieses Mal natürlich nicht möglich, weil das Wahldatum erst 40 Tage davor bekannt wurde.

Am größten ist die Teilnahme der Auslandsbelgier an den Wahlen 2010 in Deutschland, in Frankreich und in den Vereinigten Staaten.