Entwicklungshilfe: Spendable Belgier

Belgien hat im vergangenen Jahr mehr Finanzmittel in die Entwicklungshilfe investiert, als 2008. Im Jahresbericht der Nord-Süd-Aktion 11.11.11 steht geschrieben, dass rund 200 Millionen € mehr ausgegeben wurde.

11.11.11 zeigt sich erfreut über die Tatsache, dass unser Land mehr Geld für Entwicklungshilfe ausgibt, als in den Jahren davor. Doch nach Angaben von Bogdan Vanden Berghe von 11.11.11 ist Belgien von den angestrebten 0,7 % des Bruttoinlandsproduktes (BIP) für Entwicklungshilfe noch weit entfernt:

„Wir liegen derzeit bei fast 1,9 Milliarden €. Das ist gegenüber dem vergangenen Jahr eine Steigerung. Insgesamt beläuft sich diese Summe auf 0,55 % des BIP. Das ist eine gute Sache, doch man versprach, dass dieses Jahr die 0?6 % des BIP erreicht würden, doch daraus wurde nichts.“

Überdies, so Vanden Berghe weiter, sei einiges von der genannten Summe eigentlich keine direkte Entwicklungshilfe, sondern Schuldenerlass für betroffene Länder, Asylaufnahme und die Übernahme der Kosten für Studenten, die in Belgien ausgebildet würden, seien darin verrechnet: „Was uns betrifft, sollten diese Zahlen nicht in die Entwicklungshilfe eingeflochten werden.“

11.11.11 bittet den belgischen Staat und die EU darum, zu Gunsten der Entwicklungshilfe eine Steuer auf Finanztransaktionen zu erheben und finanzielle Hilfe für Länderin der Dritten Welt, die Opfer der Erderwärmung seien, müsse ebenfalls drin sein.