2009: 2,1 Mrd. € in Belgien gewaschen

In Belgien wurden 2009 rund 2,1 Milliarden Euro Geld gewaschen. Das hat das staatliche Büro zur Bekämpfung von Geldwäsche herausgefunden. Die Summe ist drei Mal höher als 2008 und die Zunahme ist auf einen einzigen Fall zurückzuführen.

ING Belgien fiel auf, dass ungewöhnlich viel Geld aus Osteuropa in unser Land floss. Insgesamt handelte es sich dabei um 1,7 Milliarden Euro.

Die ING-Bank alarmierte das staatliche Büro zur Bekämpfung von Geldwäsche, aber das Geld war inzwischen bereits in andere Länder transferiert worden.

Die Brüsseler Staatsanwaltschaft führt seit Anfang dieses Jahres Ermittlungen in dieser gigantischen Geldwäsche-Angelegenheit.

Das Büro hat bereits herausgefunden, dass rund 460 Unternehmen aus verschiedenen Steuerparadiesen, die alle Kunden einer litauischen Bank waren, Einkünfte aus Betrügereien und Unterschlagungen über ING-Konten rein waschen wollten.

Beim Büro zur Bekämpfung von Geldwäsche sind im letzten Jahr 17.170 Meldungen über verdächtige Geldtransaktionen eingegangen. 1.020 Akten wurden an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet.