Vier Belgierinnen in israelischer Haft

Von den fünf Belgiern, die auf der Hilfsflotte für den abgeriegelten Gazastreifen waren, sind zwei leicht verletzt. Das hat das Außenministerium gemeldet. Vier von ihnen sitzen in israelischer Haft. Die fünfte Person ist inzwischen nach Belgien zurückgekehrt.

Die vier Belgierinnen, die in Israel im Gefängnis sitzen, sind am heutigen Dienstag vom belgischen Konsul besucht worden.

Eine fünfte belgische Person, ein Kameramann des Senders Al Jazeera, ist bereits nach Belgien zurückgekehrt.

Dem Pressesprecher des Außenamtes Bart Ouvry zufolge ist der Mann verletzt. Er soll einen Arm gebrochen haben.

Laut Ouvry sei eine der inhaftierten Frauen durch eine israelische  Gummikugel getroffen worden. Es ginge den vier Personen "den Umständen entsprechend jedoch gut." Sie seien sehr müde und hätten einiges mitgemacht, so Ouvry.

"Wir tun alles, damit sie so schnell wie möglich nach Belgien zurückkehren können. Bis dahin dürfen sie unter Aufsicht der Israelis mit ihren Eltern telefonieren", betonte Ouvry noch.

Der scheidende Außenminister Steven Vanackere (Foto) nannte den Militäreinsatz Israels "unverhältnismäßig".

Familien von Minister Vanackere empfangen

Die Familien von Kenza Isnasni und Fatima El Mourabiti, zwei der vier Belgierinnen, die derzeit in Israel festsitzen, wurden am Dienstagmorgen von Außenminister Vanackere empfangen.

Der Minister hat den Familien versprochen, dass er alles mögliche tun werde, um die Belgierinnen so schnell wie möglich nach Belgien zurück zu holen.