Kriegswaffen aus Militärlager gestohlen

Aus dem Munitionslager der Kaserne Leopoldsburg (Limburg) wurden schwere Kriegswaffen gestohlen. Das steht in den Zeitungen Het Belang van Limburg und Gazet van Antwerpen. Das Verteidigungsministerium bestätigt den Diebstahl.

Der Diebstahl fand in einer streng bewachten Kaserne statt und verlief klammheimlich. Es wird deshalb vermutet, dass die Diebe Informationen aus der Kaserne erhalten haben.

Der Zeitung Het Belang van Limburg zufolge soll es sich bei den entwendeten Waffen um Panzerabwehrraketen handeln. Die können zum Beschuss von Gebäuden oder Fahrzeugen wie Geldtransportern eingesetzt werden.

Außerdem hätten die Diebe auch Übungsgranaten gestohlen.

"Das sind Waffen, die unsere Soldaten bei Auslandseinsätzen zur Verteidigung oder für bestimmte Einsätze verwenden", erklärt der scheidende Verteidigungsminister Pieter De Crem (Foto). "Mit ihnen wird in Leopoldsburg geübt. Es sind jedenfalls Waffen, die schwere Folgen haben können."

Die Polizei wurde alarmiert. Die Staatsanwaltschaft von Hasselt hat Ermittlungen eingeleitet.

Verteidigungsministerium erstattet Anzeige

Inzwischen hat das Verteidigungsministerium Anzeige erstattet.

Das Verteidigungsministerium spricht von einer ernsten Angelegenheit bezüglich der Sicherheit. Trotzdem sei das Überwachungssystem effizient, sagt De Crem.

"Wir haben eine Bewachung durch das Personal, eine Hundebrigade und eine elektronische Überwachung. Das System ist gut und sozusagen wasserdicht. Offenbar hat es dennoch irgendwo eine Lücke gegeben.Wir müssen uns die Frage stellen, wie das geschehen konnte", so De Crem noch.