Bart De Wever - Populärster Politiker?

Nach der jüngsten Vorwahl-Umfrage von VRT und De Standaard wäre N-VA-Parteichef Bart De Wever (Foto) der populärste Politiker im belgischen Bundesland Flandern. Premier Yves Leterme (CD&V) der einst 800.000 Vorzugsstimmen auf sich vereinigen konnte, liegt klar abgeschlagen auf Platz 8.

Von den 1021 befragten flämischen Wählern halten die meisten N-VA-Parteichef und Spitzenkandidat für den Senat - die Zweite Kammer im belgischen Bundesparlament - für den am besten geeigneten Politiker im Land.

Ihm folgt auf Platz 2 Flanderns Ministerpräsident Kris Peeters (CD&V - Foto) und auf Platz 3 der wieder aufstrebende flämische Sozialdemokrat Frank Vandenbroucke, den seine Partei SP.A eigentlich schon ausrangiert hatte.

Die vierte Stelle in der Beliebtheitsliste der Politiker in Flandern belegt der liberale Ex-Premier Guy Verhofstadt (Open VLD - Foto) - heute Fraktionsvorsitzender der Liberalen um Europaparlament.

Die Christdemokratin Inge Vervotte (CD&V), scheidende Bundesministerin für den Öffentlichen Dienst, ist Fünfte in der Rangliste.

Ihr folgt auf Platz 6 der Sozialdemokrat Johan Vande Lanotte, der nach einer Zeit der Abwesenheit ebenfalls wieder eine Rolle in der belgischen Bundespolitik spielen will.

An siebter Stelle finden wir Alexander De Croo, der neue Vorsitzende der liberalen Open VLD, der „den Stecker“ aus der aktuellen Bundesregierung zog und damit die Neuwahlen provozierte.

Auf Platz 8, weit von seinem einstigen Spitzenformat entfernt, sehen wir Belgiens noch amtierenden Premierminister Yves Leterme (Foto), der all seinen Glanz verloren hat.

Die Top 10 machen Belgiens scheidender Justizminister Stefaan De Clerck (CD&V) und Bruno Tobback (SP.A) voll. Tobback ist derzeit „einfacher“ Abgeordneter in der Ersten Kammer des Bundesparlaments.

Weitere auffallende Platzierungen in der Top 30

Auf Platz 11 findet sich erst der zweite Kandidat der N-VA. Und das ist der ehemalige VRT-Politikjournalist Siegfried Bracke (Foto), der erst vor wenigen Wochen den Schritt in die Politik selber gewagt hatte.

Ihm folgt auf dem 12. Rang Marianne Thijssen, die Spitzenkandidatin der Christdemokraten CD&V. Der ehemalige VRT-Moderator Rik Torfs, bis vor Kurzem noch Professor für Kirchliches Recht an der Katholischen Universität von Löwen (KUL), der für die CD&V für einen Sitz im Senat kandidiert.

Auffallend ist auch, dass die Spitzenkräfte des rechtsradikalen Vlaams Belang weit abgeschlagen auf den hinteren Plätzen in der Popularitätsliste der flämischen Politiker zu finden sind. In der Top 30 finden wir erst an 19. Stelle Spitzenkandidat Filip Dewinter. Gerolft Annemans, der Parteistratege der Rechtsradikalen ist 27. und Parteichef Bruno Valkeniers ist 28.

Die ersten und einzigen flämischen Grünen in der Liste der 30 beliebtesten flämischen Politiker schließen die Rangfolge auch ab: Platz 29 für den neuen Groen!-Vorsitzenden Wouter Van Besien und Platz 30 für Senatorin Freya Piryns.