400 Klagen wegen sexuellen Missbrauchs

Die Kommission, die das Thema sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche behandelt, bearbeitet derzeit rund 400 Klagen. Um alle Klagen adäquat behandeln zu können, bildet die Kommission zusätzliche Mitarbeiter aus.

Wöchentlich erreichen die Kommission zum Thema sexueller Missbrauch in der Kirche immer noch mehrere Klagen zu Fehlleistungen von Seiten Geistlicher gegenüber Schutzbefohlenen.

Um all diese Klagen vernünftig bearbeiten zu können, braucht diese Kommission Hilfe. Dazu bildet sie in diesen Tagen zusätzliche Helfer aus.

Diese Helfer, die in erster Linie die Opfer begleiten sollen, sind zumeist pastorale Mitarbeiter, sprich Laienpriester und Ehrenamtliche, die zum Beispiel Gefangenen in der Haft oder Patienten in Krankenhäusern kirchlichen Beistand bieten.

Zusätzlich bemüht sich die kirchliche Kommission auch darum, kirchenunabhängige Helfer zu finden, denn nicht wenige der Opfer von sexuellem Missbrauch durch Geistliche haben der katholischen Kirche definitiv den Rücken gekehrt.

Die Welle der Klagen reißt nur langsam ab

Nach der öffentlichen Beichte des Bischofs von BrÜgge, Roger Vangheluwe, der jahrelang mindestens ein junges Mitglied seiner Familie sexuell missbraucht hatte, wurde die Kommission von ähnlichen Klagen regelrecht überflutet.

Rund 400 dieser Klagen nimmt die Kommission ernst und bearbeitet sie. Etwa 10 der Vorgänge sind mittlerweile sogar an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet worden.

Derzeit erreichen wöchentlich immer noch bis zu vier Klagen oder Problemberichte diese Kommission.