Belgiens Reedereien fischen ökologischer

In den kommenden Tagen sticht eine belgische Fangflotte von 16 Schiffen in Richtung Golf von Biskaya in See. 12 der Fischerboote sind mit dem SumWing-Fangnetz ausgerüstet, ein Schleppnetz, dass den Seeboden schont und das Treibstoff einsparen hilft.

SumWing ist ein in den Niederlanden entwickeltes Fangnetz, dass die belgischen Fischerei-Reeder am Golf von Biscaya eingehend testen wollen, meldet die flämische Tageszeitung De Morgen in ihrer Samstagsausgabe.

Dieses Fang- und Schleppnetz ist hocheffizient und soll dadurch in erster Linie Treibstoff einsparen - bis zu 20 % des normalen Verbrauchs.

Der Kraftstoff für die Schiffsdieselmotoren ist einer der größten Kostenfaktoren für die belgischen Hochseefischer.

Doch hat SumWing noch einen zweiten wichtigen ökologischen Effekt. Die Fangnetze sind zwar Schleppnetze, doch sie schonen den Seeboden.

Herkömmliche Schleppnetze reißen alles vom Seeboden ab, was ihnen im Weg ist. Hiermit wird ohne Rücksicht auf Flora und Fauna am Meeresboden gefischt.

Zurück bleibt kahler Boden und alle Lebewesen, die sich dort aufhielten, verschwinden im Fang. Alles, was nicht in die entsprechende Fangquote fällt - andere Fischsorten, Schalentiere - werden nachher nutzlos ohnehin über Bord geworden.

Meeresgrund bleibt mehr oder weniger intakt

SumWing reißt den Boden nicht leer, fängt demnach „nur“ Fische und ist dementsprechend auch Leichter beim Fang  - siehe Treibstoffeinsparung. Die belgischen Hoch- und Tiefseefischer wollen dies jetzt großflächig testen. Einige Reedereien aus Belgien arbeiten bereits mit den neuen Netzen und sind sehr zufrieden.