Belgische Bahn kommt zu oft zu spät

Letztes Jahr gingen beim zentralen Beschwerdedienst der belgischen Bahn NMBS 28.833 Meldungen unzufriedener Fahrgäste ein. Die meisten davon wegen unpünktlicher Züge.

2009 ist die Zahl der Klagen gegenüber 2008 um 2,2 Prozent, von 23.321 auf 28.833 gestiegen. 

Die Beschwerden betreffen alle den Binnenverkehr der NMBS. Die Mehrzahl hat sich über Verspätungen der Züge beschwert (39 Prozent), über NMBS-Produkte und ihr Verkauf (21 Prozent) und über den Service der Bahngesellschaft (16 Prozent).

Die NMBS betont, dass die Zunahme der Beschwerden in Zusammenhang mit der Zunahme der Passagierzahl stehe (+1,9 Prozent). 2009 beförderte das Unternehmen 207 Millionen Personen. Das war so viel wie noch nie zuvor.

Die Zahl der Anträge auf Rückerstattung oder Ausgleich hat sich 2009 übrigens im Vergleich zum Jahr davor fast vervierfacht.

2008 gingen 5.197 Anträge ein, 2009 waren es 19.129. Die Zunahme sei auf die neue Kompensationsregelung zurückzuführen, die seit September 2008 in Kraft getreten ist.

Aus der Statistik geht auch hervor, dass 2009 338.752 Mal Unregelmäßgkeiten von Reisenden notiert wurden. Das ist eine Zunahme von 35 Prozent. In 91 Prozent der Fälle hatten die Fahrgäste keinen gültigen Fahrschein.

Auch für dieses Jahr liegen bereits Zahlen vor. In den ersten vier Monaten hat die NMBS bereits 12.028 Beschwerden erhalten, 25 Prozent mehr als im selben Zeitraum des letzten Jahres. Einem Sprecher der NMBS zufolge sei das auf das schwere Zugunglück von Buizingen im Februar zurückzuführen.