Non-Profit-Sektor will nicht mehr warten

In Brüssel haben am Dienstagmittag tausende Arbeitnehmer aus dem Sozial- und Kultursektor des gesamten Landes demonstriert. Sie fordern, dass das Gemeinwohl wieder ganz oben auf dem politischen Programm steht.

Zu der Demonstration hatten die drei großen Gewerkschaften des Landes aufgerufen.

Die Demonstranten zogen um 10.30 Uhr vom Nordbahnhof über den kleinen Ring und die Belliardstraat zum Jubelpark. Sie hielten Slogans wie "mehr Kaufkraft, mehr Personal", "motiviertes Personal = gut bezahltes Personal" oder "Schluss mit Warten" hoch.

Die Gewerkschaften hatten schon im Februar ihren Forderungskatalog bei den Regierungen unseres Landes eingereicht. Sie wollen bessere Arbeitsbedingungen und mehr Geld, mehr Personal und Maßnahmen, um den Non-Profit-Sektor atttraktiver zu machen.

Die Branche beschäftigt in Belgien mehr als 250.000 Menschen. Dazu zählen unter anderem Pfleger, Erzieher und Mitarbeiter von Kultureinrichtungen.

In den nächsten Jahren seien zehntausende neue Arbeitskräfte nötig, um die Folgen der Überalterung abzufedern.

Der Zeitpunkt der Demo, in der Woche vor den Wahlen, ist auch symbolisch gedacht, sagt Patrick Vandenberghe von der christlichen Gewerkschaft ACV. "Alles hängt derzeit an der Reform. Wir wollen jedoch zeigen, dass es auch noch andere Probleme gibt als die Reform."