Brussels Airlines fliegt rote Zahlen ein

Brussels Airlines, die Nachfolgegesellschaft der Sabena, ist im vergangenen Geschäftsjahr in die roten Zahlen geflogen. Die Fluggesellschaft muss in ihrem Jahresabschluss 2009 einen Verlust nach Steuern in Höhe von 39,8 Millionen € bekanntgeben.

2008 hatte der Fehlbetrag der Bilanz der belgischen Airline noch bei 7,1 Millionen € gelegen. Operativ flog Brussels Airlines 2009 sogar ein Minus von rund 73 Millionen € ein, nachdem das Unternehmen 2008 im Flugbetrieb noch einen Gewinn von fast 5 Millionen € verzeichnen konnte.

Auch der Umsatz ging zurück und verringerte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von knapp 1 Milliarde € auf etwa 849 Millionen €.

Die deutsche Lufthansa hatte im Juni 2009 für 65 Millionen € einen 45 %-Anteil an der Muttergesellschaft von Brussels Airlines, der SN Airholding SA/NV, erworben.

Nach Sicherung der Luftverkehrsrechte von Brussels Airlines könnte die Lufthansa laut ihrem aktuellem Geschäftsbericht ab 2011 eine Erwerbsoption für die verbleibenden 55 % aussprechen und damit die belgische Fluggesellschaft vollständig übernehmen.
 

Neue Verluste im laufenden Geschäftsjahr

Brussels Airlines hat im April dieses Jahres 22 % weniger Fluggäste befördert, als im gleichen Monat des Vorjahres. Der Grund hierfür ist deutlich das nationale und internationale Flugverbot nach dem Vulkanausbruch in Island und der daraufhin über ganz Europa liegenden Aschewolke.

Der Vulkanausbruch machte auch bei Brussels Airlines alle Bemühungen eines Neustarts nach dem Abflauen der Wirtschaftskrise wieder zunichte. Allerdings nahm die Zahl der Fluggäste im Mai 2010 wieder merkbar zu.