Die SP.A hat sich gut gehalten

Die flämischen Sozialisten haben sich in diesen schwierigen Zeiten "gut gehalten", betonte die Vorsitzende der flämischen Sozialisten SP.A, Caroline Gennez.

Gleichzeitig beglückwünschte auch Gennez Bart De Wever und seine N-VA für den gigantischen Wahlsieg.

Die scheidende Regierung sei für drei Jahre der Unbeweglichkeit bestraft worden, sagte sie, und spielte dabei auf die Verluste der flämischen Christdemokraten CD&V und der flämischen Liberalen Open VLD an, beides Parteien der scheidenden Regierung Leterme II.

"Der Wähler hat begriffen, dass wir Lösungen suchen wollten und dass wir Fortschritte machen wollten", so Gennez.

Für die SP.A-Vorsitzende sei es an der Zeit, dass eine stabile Regierung komme, um eine Reform des Sozialstaates zu realisieren. "Vor diesem Hintergrund darf man nichts ausschließen und darf keine Zeit verloren werden, um eine neue Regierung zu bilden", fügte sie noch hinzu.

Die SP.A hat etwas schlechter abgeschnitten als vor drei Jahren. Damals bildete die Partei noch ein Kartell mit einer kleinen Partei, den gemäßigten Nationalisten Spirit.

Jetzt, da Spirit kein Kartellpartner mehr ist, ist es schwierig das Ergebnis mit dem heutigen zu vergleichen, aber insgesamt erleidet die SP.A leichte Versluste.

Regional sieht das Bild anders aus. So erleidet die SP.A starke Verluste in Antwerpen, erfreut sich aber leichter Gewinne in Löwen. In den anderen flämischen Provinzen ist der Schaden begrenzt.

Selbst findet die SP.A, dass sie sich mehr oder weniger gut gehalten habe, während viele andere flämische Parteien Stimmen an die N-VA verloren hätten.

Wahlexperten halten die Zahlen der SP.A für kein gutes Ergebnis, weil die Partei in der Opposition nicht von den vielen Problemen der belgischen Regierung hat profitieren können.