Große Verluste für Open VLD

Die Partei der flämischen Liberalen Open VLD ist wie die meisten anderen traditionellen Parteien auch, vom Tsunami der N-VA getroffen worden. Die Partei muss durchschnittlich vier bis fünf Prozent Verluste einstecken.

Auf die Frage, ob die Open VLD, die ja den Stecker wegen der blockierten Positionen bei den Verhandlungen um die Spaltung des Wahlkreises Brüssel-Halle-Vilvoorde aus der Regierung zog, die vorgezogenen Wahlen nicht bereute, sagte ihr Parteivorsitzender, Alexander De Croo: "Wir hatten den Entschluss gefasst, weil wir nicht wollten, dass dieses Land noch ein Jahr lang paralysiert bleibt. Das hatte nichts mit Parteikalkül zu tun. Alle traditionellen Parteien haben einen Rückschlag erlitten. Wir hätten gerne andere  Ergebnisse gesehen, aber man kann auf dieser Basis weiterarbeiten."

"Eine Partei, die in den letzten 5 Jahren 400.000 Stimmen verloren hat, kann man nicht in ein paar Monaten umkehren", so De Croo. "Wenn wir wie 2009 abschneiden, ist das zwar nicht gut, aber auf dieser Basis können wir weiterarbeiten", so De Croo noch.

In Ostflandern, wo die Partei traditionell stark ist, beträgt der Verlustanteil rund 10 Prozent. Selbst im Vergleich zu den flämischen Wahlen von letztem Jahr liegt die Partei leicht zurück.

Der Entschluss, Alexander De Croos, die Regierung Leterme zu verlassen, scheint also kein guter gewesen zu sein.