LDD kämpft mit der 5 %-Hürde

Nach den ersten Resultaten verliert die populistische LDD um den ehemaligen belgischen Judo-Nationaltrainer Jean-Marie Dedecker (Foto) zwischen 2 und 4 % der Stimmen und muss um den Einzug in Kammer und Senat zittern.

Nur in ihrer Heimatprovinz Westflandern, vor allem in Oostende, wo Dedecker zu Hause ist, kann die LDD mehr oder weniger standhalten, obschon sie hier auch Verluste einstecken muss.

Bei den Parlamentswahlen im Juni 2007 konnte die LDD noch allgemein überraschen, als sie aus dem Stand 6 % erzielen konnte. Doch allem Anschein nach wechselten die Wähler in Richtung N-VA, wo sich die demokratischen Nationalisten besser aufgehoben fühlen, als bei den neoliberalen Rechtspopulisten.

Jean-Dedecker gab unumwunden zu, dass seine Partei von der Landkarte verschwindet: "Dies ist ein Tsunami für die LDD! Um den Judo-Wortschatz zu nutzen kann ich auch sagen, dass dies ein deutlicher 'Ippon' ist."

Jürgen Verstrepen (Foto) ist der Ansicht, dass die LDD im Hinblick auf die Parlamentswahlen einige „falsche strategische und taktische Beschlüsse getroffen hat.“ Zudem hätten im Laufe der vergangenen Monate zu viele wichtige Parteikollegen die LDD in Richtung der N-VA verlassen.