Macht De Wever Zugeständnisse?

Ist der Nationaldemokrat Bart De Wever zu Zugeständnissen bereit? Auf der anderen Seite der Sprachgrenze wird diese Fragen nun gestellt. De Wever selbst, sagt ja. Er ruft alle flämischen Parteien auf, am gleichen Strang zu ziehen.

"Wenn man Verhandlungen führt, muss jeder mit erhobenen Hauptes herauskommen können." Außerdem sind De Wever Ergebnisse wichtiger als Hartnäckigkeit.

"Ich möchte gerne noch einmal wach werden und einen Teil meines Programms umgesetzt sehen", so De Wever.

Die beste Art und Weise, um zu einem Ergebnis zu kommen ist, Elio Di Rupo Premierminister werden zu lassen, meint Dedecker von der Liste Dedecker. "Di Rupo als Premier ist die beste Garantie für gute Reformverhandlungen."

Auch De Wever ist diesem Vorschlag offenbar nicht abgeneigt. Er selbst fordert nicht das Amt des Premierministers ein. "Wenn es dem Vertrauen hilft, das Amt des Premiers jemandem anderes anzubieten, dann mache ich das mit einem Lächeln."

Ist dieser Edelmut auch bei den flämischen Christdemokraten wieder zu finden? Gönnen die CD&Vler De Wever einen Sieg dort, wo Leterme versagt hat? "Ja", sagt Thyssen. "Wir haben immer eine positive und konstruktive Haltung gehabt und haben die auch jetzt."

Die Parteien sind sich jedenfalls in einem Punkt einig: die Gespräche müssen dieses Mal hinter geschlossenen Türen und nicht im Studio statt finden.