In China sind Belgien-T-Shirts Mode

Designer des T-Shirts "The Kingdom of Belgium" ist der 28-jährige Chinese Bai Jianhua. Er sagt, der Entwurf habe nichts mit den politischen Problemen in unserem Land zu tun. Die Chinesen finden das T-Shirt jedenfalls cool.

Auf der Vorderseite des T-Shirts ist das Wappen von Belgien, auf der Rückseite die Inschrift "The Kingdom of Belgium". Der Designer hat drei Tage an dem belgischen Entwurf gearbeitet. Sein Arbeitgeber, die chinesische Abteilung der italienischen Sportmarke Kappa, für die er seit fünf Jahren tätig ist, war begeistert. 

Sie bestellte gleich noch zwei weitere Varianten des Entwurfs, mit zwei verschiedenen Modellen für Frauen und Männer. Inzwischen gibt es nicht nur T-Shirts, sondern auch entsprechende Jacken zu kaufen.

"Die belgische Kollektion verkauft sich anscheinend sehr gut in unseren chinesischen Geschäften", erzählt der Designer unserem VRT-China-Korrespondenten Tom Van de Weghe am Telefon.

T-Shirts gehen weg wie warme Semmeln

"Bislang haben wir 15.000 Stück davon verkauft. Wir haben festgestellt, dass die T-Shirts vor alllem von jungen Kunden zwischen 18 und 32 Jahren gekauft werden. Das ist auch unser Zielpublikum."

Der junge Designer findet es schade, dass Belgien nicht an der Fußball-WM teilnimmt. Das hätte den Verkauf  noch weiter gefördert.

"Wie aus einer anderen Zeit"

"Es müssen aber nicht nur Fußballfans sein, die meine Kleider kaufen. Das können auch Menschen sein, die nichts über Belgien wissen und Euer Wappen und Euren Spruch "L'Union fait la force" ("Einheit macht stark") toll finden, ohne zu wissen, was sie bedeuten. Das ist einfach exotisch oder wie aus einer anderen Zeit. Es war auch mein erster Eindruck als ich das entdeckte."

Jianhua arbeitet inzwischen an einer neuen Kollektion. Darunter sind T-Shirts mit der amerikanischen Fahne. "Wenn sich Belgien aber weiterhin gut verkauft, leihe ich mir Euer Wappen und Eure Farben vielleicht noch ein bisschen länger aus", witzelt der Designer.