De Wever erstattet König ersten Bericht

Im Rahmen seiner Sondierungsgespräche zur Regierungsbildung traf der flämische Nationaldemokrat und Wahlsieger vom 13. Juni, Bart De Wever (N-VA), am Vormittag mit den Spitzen der Arbeitgeberverbände zusammen.

Die Präsidenten der belgischen, flämischen und wallonischen Wirtschaftsverbände (VBO/FEB, UNIZO und UWE) vertraten dabei mit Nuancen den Standpunkt, dass sie keine Einwende gegen eine weitere Staatsreform hätten. Die weitere Föderalisierung Belgiens dürfe aber nicht zu zusätzlichen Belastungen für die Unternehmen führen.

Der Chef des flämischen Unternehmerverbandes UNIZO, Karel Van Eetvelt, plädierte offen für eine Staatsreform, damit das Land endliche über wirksamere politische Strukturen verfüge. Er befürwortete eine teilweise Regionalisierung der Beschäftigungspolitik und der Unternehmensbesteuerung.

Der wallonische Unternehmerverband, UWE, möchte die Beschäftigungspolitik jedoch nicht vollständig regionalisiert sehen. Die mache es den Unternehmen immer schwieriger und stelle die Solidarität in Frage.

Am Nachmittag fuhr Informator De Wever zum König, um einen ersten Zwischenbericht seiner Gespräche ab zu geben. Auch morgen stehen weiterhin Wirtschaftsfragen im Vordergrund. De Wever trifft dann führende Vertreter des zentralen Wirtschaftsrates, der Bauernverbände sowie des Mittelstandes.