"Belgien ist Brüssel, Brüssel ist Nato"

Der scheidende Verteidigungsminister Pieter De Crem (Foto) hat den Vertrag für den Bau des neuen Nato-Hauptquartiers in Brüssel unterschrieben.

Der Bauunternehmer ist das belgisch-niederländische Konsortium BAM Alliance. Die belgische Gesellschaft des Konsortiums heißt Interbuild. Die Gebäude werden direkt gegenüber des heutigen Nato-Komplexes an der Leopold III Laan in Evere gebaut. Gegen Mitte 2015 soll der Bau abgeschlossen sein.

Bauherr ist das Verteidigungsministerium, das 460 Millionen Euro hierfür bereit stellt. Das ist zwar ein ansehnlicher Betrag, aber diesem stünden jede Menge Arbeitsplätze gegenüber, verteidigt De Crem die Summe. „600 Menschen haben durch dieses Projekt fünf Jahre lang Arbeit in Belgien.“ Außerdem sei die Wirkung groß, denn das Natohauptquartier trage zur Sichtbarkeit Brüssels in Europa bei. „Belgien, das ist Brüssel und Brüssel ist natürlich auch die Nato.“

Die Unterzeichnung eines solchen Vertrags sei selbst mit einer geschäftsführenden Regierung möglich, erklärte De Crem auf einer Pressekonferenz in der Königlichen Militärschule in Brüssel.

Baubeginn ist im September. Das neue Hauptquartier soll Raum für 4.500 NATO-Mitarbeiter schaffen.

Der Entschluss, ein neues Hauptquartier in Brüssel zu bauen, wurde auf dem NATO-Gipfel in Washington 1999 gefasst.