Guineawahl führt zu Staus in Brüssel

Im westafrikanischen Kleinstaat Guinea finden an diesem Sonntag Präsidentschaftswahlen statt. Die Guineer, die in Belgien wohnhaft sind, standen schon am frühen Morgen Schlange vor dem Wahlbüro in der Botschaft in Brüssel.

Rund vier Millionen Bürger können erstmals in Guinea seit der Unabhängigkeit von Frankreich im Jahr 1958 ihre Stimme in freien Wahlen abgeben.

Auch diejenigen, die in Belgien wohnen, haben von dieser Gelegenheit am Sonntag massenweise Gebrauch gemacht. Vor der Botschaft von Guinea auf der Reyerslaan in Brüssel waren am Morgen so viele Guineer aufgetaucht, dass ein Teil der Allee von der Polizei für den Verkehr gesperrt werden musste.

Seit acht Uhr früh hatte sich die lange Schlange vor der Botschaft gebildet. Gegen elf Uhr waren so viele Menschen dort  versammelt, dass die Autos auf der Reyerslaan nicht mehr durchkamen.

Nach anfänglichen kleineren Schwierigkeiten bei der Installation der Wahlurnen könne ein reibungsloser Ablauf der Wahlen in der Botschaft in Brüssel dennoch gewährleistet werden, hieß es. Jeder könne wählen und das Wahlgeheimnis werde respektiert, so der Botschafter von Guinea.