Singels lassen sich Eizellen einfrieren

Immer mehr Frauen lassen sich ihre Eizellen einfrieren, weil sie zum Beispiel noch keinen geeigneten Partner gefunden haben. Das geht aus einer Untersuchung des Universitäts-Krankenhauses in Brüssel hervor.

Das Unikrankenhaus in Brüssel forscht schon seit 20 Jahren nach einer geeigneten Technik, um Eizellen einzufrieren. Eine solche Technik ist nun gefunden, meldet das Krankenhaus. Seit etwas über einem Jahr werden im Universitätskrankenhaus Brüssel Eizellen von Frauen eingefroren, die zum Beispiel krank sind und die guten Zellen für später aufheben wollen. Immer mehr Frauen lassen sich inzwischen die Eizellen aber auch aus nicht medizinischen Gründen einfrieren. Das nennt man dann "social freezing".

"Es handelt sich dabei zum Beispiel um Frauen, die angeben, dass sie noch keinen geeigneten Partner gefunden haben und die deshalb ihre Fruchtbarkeit noch einige Jahre bewahren wollen", erklärt die Psychologin Julie Nekkebroeck. Aus einer Untersuchung des Krankenhauses geht hervor, dass drei Prozent der Frauen social freezing beantragt. Dreißig Prozent zieht diese Möglichkeit in Erwägung.

In unserem Land haben zwölf Frauen dies bereits gemacht. Noch kostet sie das viel Geld: 3.000 Euro pro Eingriff. Davon wird kein Cent zurückerstattet. Es sei jedoch eine gute Behandlung, sagt Doktor Dominic Stoop. "Die Technik ist in den letzten Jahren viel besser geworden. Dadurch überleben die Eizellen besser und mehr Schwangerschaften werden möglich."

Belgische Frauen dürfen laut Gesetz bis zu ihrem 47. Lebensjahr auf diese Art und Weise schwanger werden.