Di Rupo redet mit demokratischen Parteien

Seit Donnerstagabend ist Elio Di Rupo von den frankophonen Sozialisten für die Vorbereitung der echten Koalitionsverhandlungen verantwortlich. Ab dem heutigen Montag beginnt er mit seinen Beratungsgesprächen.

Zusammen mit dem Vorsitzenden der N-VA, Bart De Wever, sucht Di Rupo nach potentiellen Koalitionspartnern. Laut der PS sei das eine Frage von Effizienz und Kontinuität. Der Vorteil ist eindeutig auch, dass sie so zusammen Zugeständnisse machen müssen.

Di Rupo, der Parteivorsitzende der größten französischsprachigen Partei, sagt, dass er alle großen "demokratischen" Parteien treffen wolle. Vlaams Belang, Lijst Dedecker und die Parti Populaire sind also offenbar nicht bei Di Rupo willkommen.

Die Liberalen und Grünen bekommen zwar eine Einladung, aber eine Widerspiegelung der Mehrheiten in den Regionen (PS, Ecolo und CDH auf frankophoner Seite und CD&V, N-VA und SP.A auf flämischer Seite) haben die größten Chancen.

Di Rupo plant seine Gespräche übrigens in aller Diskretion.

So gibt Di Rupo auch nicht bekannt, wo, wann und mit wem er beratschlagt. Es heißt, dass er sogar immer wieder andere Sitzungsorte auswähle und dass er bereits einige Parteipräsidenten zu Gesprächen eingeladen habe.

Es wird also ein langer Sommer der Verhandlungen, allerdings in aller Stille.