Teure Häuser lassen sich gut verkaufen

Während des zweiten Trimesters dieses Jahres sind auffallend viele teure Häuser verkauft worde. Das geht aus dem Notarbarometer hervor. Das Barometer sammelt die Verkaufsangaben 3 bis 4 Monate vor der Unterzeichnung der notariellen Urkunde.

In den vergangenen drei Monaten wurden ungefähr genauso viele Häuser verkauft, wie in den ersten drei Monaten dieses Jahres. Allerdings wurden vor allem teure Häuser verkauft, so dass der durchschnittliche Verkaufspreis um 23,9 Prozent höher lag.

Dabei ist der Anstieg in Wallonien weniger stark als in Brüssel und Flandern gewesen. Der durchschnittliche Verkaufspreis in Wallonien ist von 126.615 Euro auf 148.719 Euro (+17,5%) gestiegen. Brüssel verzeichnete die größte Zunahme, von 286.202 Euro auf 352.705 Euro (+23,2%). In Flandern hat der durchschnittliche Verkaufspreis um 21,7 Prozent von 174.526 Euro auf 212.382 Euro zugenommen.

Bart Van Opstal vom Königlichen Verband des Belgischen Notariats zufolge gebe es zwei Gründe für die Zunahme. In den vergangenen zwei Jahren warteten potenzielle Käufer wegen der Wirtschaftskrise erst einmal ab. Die Banken stellten wiederum hohe Anforderungen für die Aufnahme von Hypotheken für die Häuser. In den letzten Monaten haben die Banken ihre Ansprüche für Hypotheken jedoch heruntergeschraubt. Außerdem sind die Zinsen weiterhin niedrig geblieben, so dass mehr potenzielle Käufer tatsächlich auch eine Immobilie gekauft haben.

Obwohl sich die Zahl der verkauften Immobilien insgesamt im Vergleich zum ersten Trimester so gut wie nicht verändert hat (+0,05%), zeigt das Barometer einen Unterschied zwischen den Regionen. In Brüssel (+2,7%) und in Wallonien (+0,5%) wurden im zweiten Trimester mehr Häuser verkauft als im ersten Trimester. In Flandern ist der Verkauf hingegen zurück gegangen -0,6%).