Täglich 18 Kindermissbrauchmeldungen

Täglich werden bei den Vertrauenszentren für Kindermisshandlung 18 Anzeigen wegen des Verdachts auf Kindermissbrauch eingereicht. Das belegen die Statistiken des flämischen Jugendamts „Kind en Gezin“ (Kind und Familie).

Die Sonntagszeitung „De Zondag“ veröffentlichte die Zahlen. Im Vergleich zu 2008 ist dies eine Zunahme von 6 Prozent.

Insgesamt gingen in den sechs Vertrauenszentren 6.435 Anzeigen ein. Dabei handelte es sich in der Regel um konkrete Hinweise auf die Misshandlung oder den Sexualmissbrauch von Kindern oder Jugendlichen. Das würde bedeuten, dass fast 0,5 Prozent aller Minderjährigen in Flandern und Brüssel betroffen wären.

Neben Sexualmissbrauch wird auch körperliche oder emotionelle Misshandlung oder Verwahrlosung angezeigt.

Ins Auge springen starke regionale Unterschiede. In der Provinz Antwerpen werden die meisten Anzeigen registriert, gefolgt von der Provinz Ostflandern. Die wenigsten Anzeigen kommen aus Westflandern.

Im Vergleich zu 2008 stieg die Zahl der Anzeigen leicht. Eine etwas deutlichere Zunahme gab es bei Anzeigen vermutlicher emotioneller Verwahrlosung und vermutlichen Sexualmissbrauchs durch Personen, die keine Familienangehörigen waren.

Es handelt sich wie gesagt um Anzeigen. Es ist nicht deutlich in wie vielen Fällen Missbrauch oder Misshandlung auch tatsächlich nachgewiesen werden konnte.